Kategorie-Archiv: Design

Rebranding Designstudie „Theater Erfurt“

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Erdachte Rebranding Designstudie „Theater Erfurt“; experimentelle und fiktive Konzeptarbeit aus eigenem Antrieb.

Idee der eigens erdachten Modernisierung des Logos des Theater Erfurt als minimalistische und zeitlose visuelle Identität.

Das Erscheinungsbild in seiner grundsätzlichen Struktur wurde durch das Rebranding vereinfacht und verjüngt. die Adaption kann problemlos online sowie offline erfolgen.

Alternativ entwickelte ich ein primäres und ein sekundäres Logo. Beide teilen sich die Kernelemente Typographie und Bildmarke. So wird die Stabilität des Wiedererkennungswertes gesichert, auch wenn die optische Darstellungsvariante des sekundären Logos eine andere ist.

Je nach Anwendungsgebiet und Medium kann so ein Wechsel der Erscheinung erfolgen, ohne dass jedoch der Wiedererkennungswert auf der Strecke bleibt.

Designer
Stefan Gessert

Source:: designmadeingermany.de

DIN 16507-2: Durch optimale Schriftgröße die Leserlichkeit verbessern

Wenn es darum geht, zu beurteilen, wie gut die Leserlichkeit eines Textes ist, spielt die Schriftgröße eine wichtige Rolle. Die DIN 16507-2 Schriften – Schriftgrößen – Teil 2: Textverarbeitung, Mediengestaltung und verwandte Techniken definiert dafür verschiedene Größenangaben. Der überarbeitete Entwurf kann ab sofort über das Norm-Entwurfs-Portal kommentiert werden.

Für Verbraucher, die Industrie und den Handel ist die Schriftgröße gleichermaßen relevant: Wie leserlich der Text auf Verpackungen ist, wie gut Verbraucher Beipackzettel lesen können oder auch Texte auf Infotafeln, hängt maßgeblich von der Schriftgröße ab. DIN 1450 Schriften – Leserlichkeit“ und DIN 1451 „Schriften – Serifenlose Antiqua – Allgemeines stellen bereits konkrete Anforderungen an die Auswahl und Anwendung von Schriften. Die DIN 16507-2 präzisiert diese bezüglich der Schriftgröße und stellt darüber hinaus Anforderungen an die Festlegung der Schriftgröße durch die Hersteller, an Anwendungen und an Arbeitsmittel.

In Sachen Leserlichkeit geht es stets darum, je nach Betrachtungsabstand, eine minimale Mittellänge bzw. x-Höhe in mm zu gewährleisten. Bei der Darstellung von Zahlen ist die Ziffernhöhe maßgeblich. In der Praxis bezieht sich die Angabe der Schriftgröße jedoch nicht auf die Mittellänge oder die Ziffernhöhe, sondern auf die vertikale Ausdehnung der Ober-und Unterlängen (siehe Abbildung). Darüber hinaus wird in den meisten Anwendungsprogrammen die Schriftgröße nicht in Millimeter sondern in Punkt (pt) angegeben.

Neuerungen sollen das Umrechnen von Größenangaben erleichtern

Die aktualisierte DIN 16507-2 definiert jetzt auch die für die Leserlichkeit relevanten Größenangaben und gibt mithilfe einer Tabelle Aufschluss darüber, wie sämtliche Größenangaben ineinander umgerechnet werden können. Faustregeln erleichtern die Berechnung einer Schriftgröße in pt bei einer zu gewährleistenden Mittellänge oder Ziffernhöhe in mm.

Darüber hinaus werden zusätzliche Anforderungen an die sogenannten Typometer gestellt, sie sollen nun auch die Vermessung der Mittellängen und Ziffernhöhen in Printmedien und an Bildschirmen erleichtern und deren Bezug zur Schriftgröße vermitteln. Die Überprüfung ob erforderliche Mindestmaße eingehalten wurden, sollte hierdurch vereinfacht werden.

Eine weitere Anforderung an die Leserlichkeit von Schrift ist, dass die Unterlängen einer Zeile weder die Oberlängen noch die Umlaute der nachfolgenden Zeile berühren sollen. Ein Hindernis hierbei ist, dass die Akzenthöhe bzw. das Maß der Umlaute und fremdsprachliche Akzente normalerweise über die Schriftgröße hinausragt. Bislang wurden in der Schriftherstellung hierfür keine einheitlichen Regeln angewendet. Der Entwurf zur DIN 16507-2 stellt nun klare Anforderungen an die Akzenthöhe und an die Festlegung der Schriftgröße in Bezug auf die Ober- und Unterlängen.

Der Normentwurf zur DIN 16507-2 beabsichtigt, dass in Zukunft der Anwender, also Kommunikationsdesigner, Mediengestalter, Reinzeichner, grafische Betriebe oder Beschriftungstechniker, nicht mehr darüber im Unklaren ist, wie groß die Mittellänge oder Ziffernhöhe einer Schrift in der geplanten Darstellung ist. Diese Werte sollten den Anwender im Anwendungsprogramm zur Verfügung gestellt werden und ihm ermöglichen, die Einhaltung der Mindestgrößen der DIN 1450 zur Leserlichkeit schnell und praktikabel umzusetzen.

Der Entwurf kann ab sofort über das Norm-Entwurfs-Portal kommentiert werden. Die Einspruchsfrist endet am 23. Oktober 2019.

Für die Schriftgröße relevante vertikale Proportionen einer Schrift gemäß DIN 16507-2 (Entwurf)

Die vertikalen Proportionen beeinflussen die Leserlichkeit einer Schrift.
Die DIN 16507-2 regelt deren Bezug zur Schriftgröße (p). Bild: DIN

Source:: designmadeingermany.de

Dein Tipp für eine erfolgreiche Akquise? 

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Dr. Frank Berzbach Autor und Kulturwissenschaftler

Ich glaube an organisches Wachstum und agiere nie rein strategisch. Wenn man sich versteht und mag, kann man zusammen arbeiten. Ich versuche viele Kontakte zu knüpfen, lerne gern Menschen kennen, möchte mit denen zusammen arbeiten, die ich schätze. Auch über die sozialen Medien gibt man Leuten die Chance, zu sehen, was ich lese, denke und tue. Ich habe das beruflich lange unterschätzt und bin inzwischen großer Fan sozialer Netzwerke.

Sebastian Bissinger & Laure Boer Bank / Graphic Design Today

Nett und neugierig sein, Freunde haben.

Christoph Dunst Atlas Font Foundry

Potentiellen Auftraggebern nicht hinterherzulaufen und sich stattdessen mit dem zu beschäftigen, das einen interessiert, ist gesünder als sich anzupassen oder eine Show abzuziehen. Solange man gute Arbeit macht und kein Vollidiot ist, wird es immer Leute geben, die mit einem zusammenarbeiten möchten.

Johannes Erler Bureau Johannes Erler

Rational: Nie zu emotional werden.

Alex Fragstein Tau Corporate Creation

Die meisten und die spannendsten Aufträge bekommen wir über Weiterempfehlungen. Also: Einen guten Job machen, im Gespräch bleiben und besser zweimal überlegen, an welchem schlecht oder unbezahlten Pitch man sich beteiligt.

Anna Härlin Design & Illustration

Ich habe das große Glück, nie bewusst aktiv Akquise gemacht zu haben, sondern alles lief immer irgendwie über Kontakte, Empfehlungen und die richtige Aussendarstellung. Sicherlich ist es schon sehr hilfreich, in jeder Hinsicht präsent zu sein: Veröffentlichungen, Features, Soziale Medien… wo wir dabei sind: ich wollte auch mal wieder meine Webseite aktualisieren, neues bei Instagram posten und und und… ein echtes Dauerthema!

Frank Höhne Illustrator

Keine Akquise. Aufmerksamkeit schaffen durch machen, vielleicht? Ich hab nie Akquise gemacht, sondern Glück gehabt, aber wie soll man denn jemanden glücklich machen? Ich denke, dass man da die Vorteile des Netz voll ausschöpfen sollte. Anbiedern ist mir ekelhaft, aber vielleicht der eigentliche Standart, ich war schon immer Freund von Webauftritten, wenn da was Gutes zu sehen ist, was einem selbst gefällt und vor allem einen gut repräsentiert, dann sollte das Akquise genug sein. Deshalb baue ich endlich meine Homepage um, weniger Arbeit, mehr von mir, quasi ein Rückbau in meine Internetanfänge, damit meinem zweiten digitalem Frühling nichts im Wege steht und ich mich schön durch meine nahende Mid-Leid-Crises klicken kann.

Julia Kahl Slanted Publishers

Ehrlichkeit und Respekt.

Sonja Knecht Txet

1. Zuhören. Sich interessieren.
2. Nett, offen, großzügig sein.
3. Kontakte hemmungslos teilen.

Natascha Kornilowa Großstadtzoo

Gute Kontakte und zufriedene Kunden.

Indra Kupferschmid Typografin

Ruhig bleiben. Irgend jemand ruft doch immer an mit etwas.

Alexander Lis Designbüro Frankfurt

Rausgehen und allen erzählen, dass man da ist als Firma, also Netzwerken auf Events, seine Webseite auf Google optimieren, Social Media betreiben und Weiterbildungen zum Thema Sales.

Martin Lorenz TwoPoints.net

Gute Arbeit abliefern, veröffentlichen und Menschen glücklich machen, dann kommen die Jobs von alleine.

Dennis Michaelis Schauschau Design Studio

Seine Arbeit richtig gut machen – das spricht sich rum.

Daniel Perraudin Capitale Berlin

Das muss jeder für sich selbst herausfinden. Eine wirkliche Strategie haben wir nicht.

Frank Rausch User Interface Typographer

Ehrlich währt am längsten, aber mach Dich nicht schlechter, als Du bist! Bei meinen Studierenden beobachte ich den Drang, sich schon vor der Präsentation für vermeintliche Mängel zu entschuldigen. Das ist fast immer unnötig. Aufrichtigkeit dem Kunden *und* sich selbst gegenüber sind wichtig, wenn es um Budgets, Fähigkeiten und Terminvereinbarungen geht. Dazu gehört eben auch der respektvolle Umgang mit sich selbst.

Ulrike Rausch LiebeFonts

Hah, ja den Tipp hätte ich gerne! Meist verlasse ich mich zu sehr darauf, dass die Kunden schon irgendwie zu mir finden werden. Da muss ich auf jeden Fall noch aktiver werden. Bisher hat es bei mir gut funktioniert, auf Konferenzen Vorträge zu halten und das Publikum von meiner Leidenschaft, die in meiner Arbeit steckt zu überzeugen. Dadurch haben sich schon oft Aufträge ergeben.

Claudia Scheer Muskat

Die meisten Projekte ergeben sich über Netzwerke und vergangene Projekte – oft lohnt es sich, alte Kontakte nach einer Weile zu reaktivieren. Gute Portfoliobilder und Präsenz zeigen auf den gängigen digitalen Plattformen (auch wenn es manchmal mühsam ist) hilft natürlich, gefunden zu werden. Generell schadet es nicht, für Sichtbarkeit (z.B. bei Talks) zu sorgen. Akquise ist aber auf jeden Fall etwas, das ich selbst noch ausbauen muss.

Andreas Uebele Büro Uebele

a) version schlechtgeschlafen
… haha, –
ja also (räusper)
okay
öhm
ich, äh, wir machen grafik
brauchensievielleicht? (puhh)
nein oh schade (schluck)
aberdarfich, … –
nurkurzmal (seufz)
nichtteuernein (wäähh)

b) version gutgelaunt
grüßgott, ich bin ein alter, armer grafiker und brauche aufträge
(stimme aus dem telefon: lacht)
wir sind teuer, schlampig und langsam
(stimme: lacht lauter)
ich kann mal vorbeikommen wenn sie wollen
(stimme: will, und zwar sofort)

Source:: designmadeingermany.de

Made in Fukushima

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A Book made out of rice straw grown on decontaminated fields

Summary
Made in Fukushima is the product of a collaboration between US-German manufacturer of sensors for agriculture and environmental science METER, communication agency Serviceplan Innovation and digital design studio Moby Digg and photographer Nick Frank, all based in Munich. METER’s mission bridges science and humanitarianism to provide sustainable solutions to issues related to climate change and the detrimental impact of human intervention on the natural landscape.

Background Info
On March 11, 2011, a tsunami hit the Fukushima Daiichi Power Plant, leading to nuclear meltdown and more than 25,000 hectares of farmland being contaminated. The ongoing official decontamination method removes the fertile yet contaminated topsoil. This produces huge amounts of radioactive waste and makes farming impossible – devastating the region once more.

A team of environmental scientists has developed a sustainable decontamination method that preserves the fertile soil. It reduces the amount of radioactive waste by 95% and enables farmers to grow perfectly safe rice again. However, even though the rice passes strictest tests, no one buys it – because the stigma is stronger than scientific truth.

To help people understand, we turned science into something tangible. Paper out of rice straw from the decontaminated fields, produced by paper makers from Fukushima and Gmund Papier. On this paper, we printed a book that tells the story of the decontamination, the farmers and their products – using photography, interviews, background information and data visualization.

Design
Each book contains 296 pages, made out of the rice straw grown on decontaminated fields in Fukushima. The rice straw was harvested, dried, cleaned, cut and crafted into paper. Paper experts worked together to produce unique paper that contains a visible part of rice straw without distracting from the content. The book tells the story of the region, the disaster and the decontamination, the farmers and their products. It relies on a wide range of resources: photography, historical images, interviews, reports, poetry, scientific papers, but most importantly: data, visualized through different techniques. From the cover to infographics, and even the Japanese binding inside pages of pages with photography, which were used to show the radiation at the locations the photos were taken. All in a distinctive and coherent aesthetic that combines traditional Japanese with modern design. Some visualizations and all inside pages were designed with data through processing.

Art Direction
The art direction combines traditional Japanese methods with modern design. It was developed at the intersection of science and information design, to translate complex data into understandable information. The photography was spread across page borders to let the reader experience the book as a journey. The paper was produced together with Japanese and international paper production specialists, to contain a visible part of rice straw without distracting from the information and photography. Pages with photo sequences from Fukushima were bound using Japanese binding, which creates ‘inside pages‘. These were used to show the radiation at the locations the photos were taken.

Photography
The journalistic photos in this book tell a story far beyond the data. They portray the lives and struggles of the Fukushima farmers in a way that no scientific report can relay. Each picture brings us closer to what the humble farmers have experienced since the triple disaster and the lingering hope that remains. In many ways, they tell the story on their own, and the scientific data adds to them. They show us the utter devastation that the triple disaster caused and bring to light the ghost towns that remain uninhabited today. Most importantly, they manage to show the danger of the radioactivity, although it is something that cannot be seen, but rather felt. These photos take the reader on a personal journey starting with the triple catastrophe on March 11, 2011 and ending with present day, its hopes and struggles.

Client
Meter

Credit
In cooperation with Serviceplan

Photography
Nick Frank

Paper
Gmund Papier

Creative Director
Maximilian Heistch

Designer
Gabriela Baka
Sebastian Haiss

Source:: designmadeingermany.de