Kategorie-Archiv: Design

Halli Galli Vibes

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Game Design mit Inklusions-Thema

Halli Galli Vibes ist ein Redesign des originalen Kartenspiels: Halli Galli. Es wurde speziel für Gehörlose und Schwerhörige konzipiert. Denn das Original enthält in seinem Set eine Tischglocke, deren Zweck es ist, bei fünf gleichen Früchten, wenn sie von den Kartenstapeln gleichzeitig aufgedeckt werden, geschlagen zu werden. Mit ihrem hell und laut ertönenden Klang beendet sie die Runde und gibt den Sieger, nämlich den Schnellsten, bekannt.

Die fehlende akustische Sinneswahrnehmung lässt gehörschwache Menschen das Spiel eher als ernüchternd erleben. Darum wurde Halli Galli Vibes entwickelt. Mit dem Vibes-Buzzer (a.k.a. Glocke) kann man per Knopfdruck die dazu entwickelten ferngesteuerten Armbänder der Spieler vibrieren lassen. Jetzt können endlich auch Gehörlose und Schwerhörige den Spielspaß und Nervenkitzel „hautnah“ erleben!

Designerin
Ester-Sarah Schwill

Source:: designmadeingermany.de

Ernst Ludwig Kirchner – Vor der Kunst die Architektur

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Im Juni 1905 gründete Ernst Ludwig Kirchner gemeinsam mit seinen Kommilitonen Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff die Künstlergruppe Brücke. In den folgenden Jahren avancierte Kirchner zu einem der wichtigsten Vertreter des Expressionismus, er gilt als Wegbereiter der Klassischen Moderne.

Kaum bekannt hingegen ist sein Schaffen als Architekt. Dabei studierte Kirchner vier Jahre lang Architektur. Die Gründung der Brücke erfolgte kurz vor seiner Diplomierung als Architekt im Juli 1905. Bis heute haben sich 95 originale Architekturzeichnungen von Kirchner erhalten. Sie zeugen von den unterschiedlichen Strömungen jener Zeit und zeigen, wie Kirchner – ganz im Geiste der zeitgenössischen Architektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts – die Baukunst stets als Gesamtkunstwerk verstand.

Auf großen ausklappbaren Seiten kann sich der Betrachter in den feinen Details seiner Zeichnungen verlieren. Die verwendete Überschriftenschrift »Delvard“, inspiriert von Art Nouveau Postern, referenziert auf die Zeit Kirchners. Mit ihren wunderschönen Open Type Features bringt sie Lebendigkeit und Farbe auf die Textseiten, deren wissenschaftliche Texte in der zurückhaltenden »Metric“ gesetzt sind. Zur Ausstellung im Baukunstarchiv NRW im Verlag Kettler erschienen.

Designer
Judith Rüther

Herausgeber
Alexandra Apfelbaum, Wolfgang Sonne, Christos Stremmenos

Source:: designmadeingermany.de

Solaris / Rückkehr von den Sternen

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Die Einzelwerke Solaris und Rückkehr von den Sternen des Autors Stanisław Lem wurden als Buchreihe neugestaltet. Mit dem Gedanken an fremde Welten des Science-Fiction-Genre, welchem die Romane angehören, ist das neue Design entstanden. So sind beide Bücher in Buchumschläge eingefasst, die eine silbrige und haptisch texturelle Oberfläche besitzen.

Die Typografie auf den Buchumschlägen wurde mit Hilfe analoger Experimente verzerrt und sticht großflächig glänzend auf dem Papier der Umschläge hervor.

Um den erzählerischen Charakter Lem‘s visuell zu unterstützen, wurde die Courier als Font für die Innentypografie verwendet. Dabei sind Dialoge der Geschichten, durch ausgerückte Passagen stärker hervorgehoben. Durch ihre Häufigkeit in den Büchern stellen sie zugleich eine Dynamik im Lesefluss dar.

Designer
Ina Germer

Betreuer
Prof*in. Annette le Fort
Prof. André Heers

Source:: designmadeingermany.de

Parcours 20/21

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Parcours – Die Abschlussausstellung an der Münster School of Design. Eine kreative Spielwiese. Ein Ort, an dem ‘Arbeit und Vergnügen‘ im gleichen Satz gesagt werden dürfen. Das crossdisziplinäre Projekt als unkonventionelles Arbeitsumfeld. Nicht einfach nur ein Katalog zur Ausstellung, sondern eine Institution, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Ideen zum Leben zu erwecken. Ein Ort zum Lernen, ein Ort zum Wachsen und ein Ort, der selber noch wächst. Ein Ziel, ein Traum mit Termin: Aufgabe ist die Visualisierung einer komplexen Themenkette im Kontext von Reflexion und Bewertung gestalterischer Erzählstrukturen. Qualifizierung und Klassifizierung des Umfeldes und der Zielgruppen. Kommunikationsdesign und gestalterische Autorenschaft um Absolventen, deren Themen und entsprechende Rezipienten besser zusammen zu führen.

Design als Vermittler von Inhalten, Themen hinterfragen und niemals langweilig sein. Parcours lässt etwas finden an das wir glauben, begrüßt das Unvollständige, macht Fehler, macht den Computer aus und lässt Nein nicht als Antwort gelten. Hier soll Design aufregend, hinterfragend, zeitgemäß und relevant sein. Erarbeitet wird die gesamte Bandbreite einer derzeit vornehmlich digitalen Eventkommunikation. Ausgehend vom analogen und digitalen Katalog, Teaser der Ausstellung, Absolventenporträts im Bewegtbild, Einladungen, Plakate bis hin zur kommunikativen Begleitung über Social Media.

Designer
Annemarie Ahlers, Paula Bambach, Luca Bockholt, Anna Böhmann, Katja Funke, Maria Heidinger, Kim Janke, Darja Kamalie, Janne Lehmann, Leon Nissen,
Inga Paulussen, Moritz Voß

Projektverantwortlicher
Prof. Dipl. Des. Rüdiger Quass von Deyen

Projektbegleiter
Prof. Ralf Beuker
Dipl. Des. Paul Bičište

Source:: designmadeingermany.de

Hundert Deutsche Mark

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Über 30 Jahre nach dem Mauerfall scheint die deutsch-deutsche Trennungsgeschichte in Vergessenheit zu geraten. Doch lässt sie sich lebendig anhand eines einfachen Bestandteils der Wende veranschaulichen – dem Begrüßungsgeld. Nach der Teilung Deutschlands war eine Reise in den Westen nur wenigen Bürger:innen der DDR gestattet.

Die wenigen, die reisen durften, konnten sich finanziell nicht auf die Reise vorbereiten, denn die DDR-Mark war eine Binnenwährung und somit nicht in der BRD gültig. Um die Bedingungen der Einreise und die des Aufenthalts für die Besucher:innen aus der DDR zu verbessern, erhielten die Reisenden mit ihrer Ankunft in der BRD das sogenannte Begrüßungsgeld, ein Geld-Geschenk, gewährt aus den Mitteln des Bundeshaushaltes.

Das Buch dient der geschichtlichen Aufklärung hinsichtlich einer deutsch-deutschen Erinnerungskultur. Die reduzierte und klare Gestaltung des Buches in Typografie, Layout und Materialität lehnt sich an die Formgestaltung der DDR an. »Hundert Deutsche Mark“ ist eine Sammlung von Erinnerungen, Fotografien und Drucksachen, die visuelle und inhaltliche Aspekte der Wendezeitgeschichte, im Hinblick auf das Begrüßungsgeld, zusammentragen und veranschaulichen.

Designer
Maria Knaub

Betreuer
Prof. Lars-Michael Harmsen

Source:: designmadeingermany.de